Erwartet: Messiaserwartungen zur Zeit Jesu – Herold Dezember 2025
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Unsere Dezember-Ausgabe behandelt die Messiaserwartungen zur Zeit Jesu.
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Beschreibung
Wir befinden uns wieder in der Adventszeit – der Zeit des Wartens. Wie du vermutlich weißt, stammt der Begriff „Advent“ vom lateinischen adventus, was „Ankunft“ bedeutet. In der Antike wurde die Ankunft eines Herrschers, wie des römischen Kaisers als Adventus gefeiert. Dafür wurden Straßen geschmückt, Spiele abgehalten und die Bevölkerung empfing den Herrscher feierlich.
Bereits im 4. Jahrhundert übernahmen die Christen diese Tradition und benannten sie um in den Adventus Domini („die Ankunft des Herrn“), um zu verdeutlichen, dass Christus der wahre Herrscher ist, auf den sie warten. Zuerst war dieses Warten auf die endzeitliche Wiederkunft Jesu ausgerichtet, dann wurde der Adventus Domini mit der Geburt Jesu verknüpft.
So war der Advent schon immer eine Zeit des Wartens, aber nicht des untätigen Wartens – sondern des hoffnungsvollen Erwartens. Was hoffnungsvolles Erwarten ist, sehen wir bei Dietrich Bonhoeffer. Er war überzeugt: „Die größte, tiefste, innigste Freude kann nur der erleben, der gewartet hat.“ Bonhoeffer wusste, dass Gott herrscht und alles zum Besten führt, weshalb sich das Warten am Ende immer lohnt.
Ganz anders ging es Friedrich Nietzsche. Von ihm stammt der Satz: „Warten ist so bitter, dass ich lieber untergehe, als mich an Geduld zu gewöhnen; und ich will nicht länger warten auf mein Glück – ich will untergehen.“ Für Nietzsche war Gott keine zuverlässige Person, die alles in Händen hält, sondern eine von Menschen erdachte, schwache Idee. Deshalb, so Nietzsche, dürfe man nicht auf sein Glück warten, sondern es selbst schmieden, auch wenn das Ergebnis vielleicht der Untergang ist.
Als Christen halten wir uns zweifellos zu Bonhoeffers Sicht. Trotzdem ähneln wir manchmal Nietzsche: Wir haben Schwierigkeiten, auf Gott und sein Eingreifen zu warten. In der Bibel finden wir viele Gläubige, die Geduld lernen mussten, indem Gott sie teils jahrelang warten ließ – manchmal sogar ganze Generationen.
Ich weiß nicht, in welcher Situation du gerade steckst, aber ich weiß, dass du Geduld und Gottvertrauen brauchst. Hoffentlich ist diese Ausgabe dir dabei eine Hilfe. Denn Gott schenkt die größte, tiefste, innigste Freude denen, die vertrauensvoll auf ihn warten (vgl. Hebr 9,28).
Inhalt
- Wie der verheißene Same der Schlange den Kopf zertritt (Jonathan Malisi)
- Jüdische Messiaserwartungen (Andreas J. Köstenberger)
- Die ersten Tage des Erlösers (Andreas Münch)
- Wenn die Hauptsache nicht die Hauptsache bleibt: Teil 6 der Galaterreihe (Benjamin Schmidt)
- Frieden für die Völker (Alistair Begg)
Zusätzliche Informationen
| Herausgeber | Herold-Mission |
|---|---|
| Format | DIN-A5 |
| Seiten | 28 |
| Sprache | Deutsch |







